Die Akupunktur ist eine alternative Heilmethode. Auch in Deutschland wird sie bei Patienten jeden Alters immer bekannter und beliebter. 

 

Die Akupunktur ist Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), einem seit über 2000 Jahren bewährtem Behandlungssystem. Die TCM geht davon aus, dass die Lebensenergie (Qi) des Menschen entlang des Körpers in Bahnen, den sogenannten Meridianen, fließt. Auf den 12 Hauptmeridianen finden sich über 360 Akupunkturpunkte, die während der Akupunktur (lat. acus = Nadel, pungere = stechen) mit Hilfe von dünnen Nadeln stimuliert werden.

Das „Nadeln“ der genau definierten Akupunkturpunkte aktiviert und stärkt die körpereigenen Selbstheilungskräfte und hilft so, die Gesundheit zu erhalten bzw. Krankheiten zu lindern oder zu heilen. Die Wirkungen der Akupunktur auf den Körper sind vielschichtig. Wissenschaftlich nachgewiesen (s. u.) werden konnten z. B. eine positive Beeinflussung des Nerven-, Hormon- und Immunsystems, der Durchblutung u. v. m. Die von den Nadeln ausgehenden Nervenreize hemmen beispielsweise die Weiterleitung von Schmerzsignalen, führen zu einer vermehrten Ausschüttung körpereigener schmerzhemmender Substanzen (Endorphine), wirken mit Hilfe von ausgeschütteten Botenstoffen (Neurotransmittern) auf entfernt gelegene Organe und entspannen das Gefäßsystem, das Bindegewebe und die Muskulatur.

 

Neben der Traditionellen Chinesischen Akupunktur gibt es heute moderne Verfahren wie die Ohrakupunktur nach Nogier / Bahr, die Aurikulomedizin, die völlig schmerzfreie Laserakupunktur sowie die Störherdtherapie.

 

Im Ohr „steckt“ der ganze Mensch, erkannte vor gut fünfzig Jahren der französische Arzt
Dr. Paul Nogier. Über einige seiner nordafrikanischen Patienten hatte er von einer traditionellen Behandlungsmethode gehört, bei der durch eine Behandlung am Ohr Rückenschmerzen verschwunden sein sollten.

 

So kam er zu der Erkenntnis, dass eine bestimmte Stelle am Ohr mit der Wirbelsäule verbunden sein muss und machte sich daraufhin an die Erforschung aller Körperentsprechungen am Ohr.

 

Das führte zur Entdeckung, dass die gesamte Ohroberfläche eine Reflexzone darstellt, auf die alle Organe des Körpers reagieren. Dies war die Geburtsstunde der Ohrakupunktur.

Werden bestimmte Stellen am Ohr gereizt (zum Beispiel durch Akupunkturnadeln), können Störungen, Schmerzen und Erkrankungen in den entsprechenden Organen oder Körperteilen effektiv behandelt werden.

Für die Behandlung werden spezielle dünne Ohr-Nadeln gesetzt – die Behandlung durch Ohrakupunktur ist dadurch weitgehend schmerzfrei.

 

Die Akupunktur ist ein ganzheitliches Verfahren und kann - auch als begleitende Therapie - bei zahlreichen Störungen und Erkrankungen helfen:

 

  1. Schmerzen, insbesondere im Kopf- und Rückenbereich
  2. Allergien, auch Heuschnupfen und Asthma
  3. Häufig wiederkehrende Erkältungskrankheiten, wie zum Beispiel Nasennebenhöhlenentzündungen

 

Wie jede Heilmethode kann auch die Akupunktur bestimmte Krankheitsbilder mildern, aber nicht völlig heilen. So lassen sich mit ihr zwar die Schmerzen bei einem Knochenbruch behandeln, der Bruch selber aber nicht heilen. Auch Nieren- und Gallensteine können nicht einfach aufgelöst und zerstörte Strukturen, wie zum Beispiel bei starker Arthrose, nicht "repariert" und in den Ursprungszustand zurückversetzt werden. Doch auch in allen diesen Fällen kann die Akupunktur trotzdem erfolgreich eingesetzt werden – die Patienten verspüren fast immer eine wesentliche Linderung ihrer Beschwerden.