Der Begriff "Homöopathie" stammt aus der griechischen Sprache und kann mit "ähnliches Leiden" übersetzt werden. Damit ist gemeint, dass in der Homöopathie eine Erkrankung mit einer kleinen Menge eines Naturstoffs behandelt wird, die am gesunden Menschen, in größerer Dosis verabreicht, zu ähnlichen Symptomen führt, wie sie für eine bestimmte Erkrankung charakteristisch sind. Z. B. kommt es nach Einnahme einer Zubereitung aus dem wilden Jasmin zu Fieber und Abgeschlagenheit, also zu typischen Grippesymptomen. Somit ist leicht nachvollziehbar, dass der wilde Jasmin entweder allein oder häufig als wichtiger Bestandteil in homöopathischen Grippemitteln verwendet wird. Diese sogenannte "Ähnlichkeitsregel" (lat. Similia similibus curentur) bildet eines der drei Grundprinzipien der Homöopathie.

 

 

 

Komplexmittelhomöopathie

 

In der Komplexmittelhomöopathie werden verschiedene - meist 3-7, mitunter aber auch mehr als 20 verschiedene- homöopathische Einzelmittel in niedrigen Potenzen miteinander kombiniert. Sie weisen eine ähnliche Wirkungsrichtung auf, d.h. sie beeinflussen ähnliche Krankheitsbilder und werden in der Regel in einem einzigen Gesamtmittel zusammengefasst.

 

Anders als bei der klassischen Homöopathie erfolgt die Anwendung aufgrund einer Krankheitsdiagnose ähnlich wie in der Schulmedizin.

Die Anwendung von Komplexmitteln in der Homöopathie wird von klassischen Homöopathen in der Regel abgelehnt, hat aber nach Aussage vieler Befürworter hervorragende Wirkungen.

Auf dem Arzneimittelmarkt gibt es eine große Anzahl homöopathischer Komplexmittel als industriell hergestellte Fertigarzneien, die im Gegensatz zu homöopathischen Einzelmitteln meist mit Indikationsangaben versehen sind.